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07. Februar 2018:

Umweltschutz ist etwas für fanatische, lebensfremde Chaoten.

Wir haben wirklich genug anderes zu tun als uns auch noch um so was zu kümmern.

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Nachhaltig...? ©FL

Es war nur ein kleines Häufchen Interessierter, das sich im EOK eingefunden hatte,
um sich den Vortrag von Herrn Arenz von der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung anzuhören.
Kein Wunder, sind wir doch alle überfrachtet von ideologisch motivierten, einseitigen Informationen, übertriebenen Forderungen von Aktivisten und endlosen Scheindebatten.
Wer mag sich das noch freiwillig antun?

So schlimm wirds schon nicht werden, denken wir und machen automatisch Augen und Ohren zu, wenn wieder einmal "Europas schmutzigste Straßenkreuzung" in den Blickpunkt gerät, oder der "Diesel-Abgas "Skandal".
Man kann diese Unsachlichkeiten einfach nicht mehr hören! Das ist nicht unser Thema...

Aber wenn ein staatlicher Profi in Sachen Umweltschutz erklärt, dass E-Mobilität sehr umweltschädigend sein kann,
dann zuckt man doch etwas zusammen und hört genau hin, denn:
Der Profi erklärt - und das als eingefleischter - E-Mobilitäts-Fan - dass der Umweltschutzgedanke zum Beispiel auch davon abhängig ist, wo man seinen Strom her bezieht.
Liefert nämlich z.B. das nahe Braunkohlekraftwerk den Strom, schadet das der Umwelt mehr, als es ihr nutzt.

Und der Profi setzt noch eines drauf, denn er sagt:
Rechnet genau nach, wer nur wenige Kilometer im Jahr fährt, der wird bei den Lebenszykluskosten ganz mies abschneiden und sollte daher eine Alternative wählen.
Aha, das hört sich ja gar nicht so chaotisch, ideologisch verbrämt an, nein, das ist höchst sachlich, mit echtem Praxisbezug!
Nicht blind: "Öko, muß ja gut sein", sondern: "Prüft was ökologisch sinnvoll ist".
Das Credo: Nachhaltigkeit im Rahmen der Verhältnismäßigkeit!
Kein Thema also für Exoten, sondern Maßstab für uns alle!

Und jetzt wird es richtig spannend, denn Herr Arenz beschreibt das Spannungsfeld zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen.
Um hier ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, bedarf es einiger Informationen. Man muss gewohnte Pfade verlassen, sich informieren und im konkreten Einzelfall abwägen.
Umweltschutz hat viel mit Wissen, sich interessieren, und Abwägen zu tun. Keine Bauchentscheidung, sondern berechnendes Kalkül!

Die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung beim Innenministerium ist eine Beratungsstelle, die genau darauf setzt.
Auf ihrer Homepage liefert sie eine Vielzahl an Informationen, bildet aber auch im Rahmen von Schulungen und Workshops weiter und vernetzt Interessierte.
Letztlich ist die Fachkunde entscheidend für sachgerechte Entscheidungen und es bietet sich an, auf das geballte Fachwissen, welches einem hier zur Verfügung steht, zurückzugreifen.
Beispielsweise können Produktgruppenblätter herunter geladen und sogar frei verwendet werden, Leitfäden oder Anregungen geholt, oder sogar Lebenszyklusrechner geladen werden.
Man kann sich austauschen und von Erfahrungen und Sachinformationen anderer profitieren und einfach Fragen stellen.

Und wenn Sie schon bis hierher gelesen, sich interessiert haben:
Was also spricht dagegen, vor einer größeren Anschaffung dessen Nachhaltigkeit zu prüfen?

 In den Gemeinden des Bezirks ist der Umweltschutz schon lange ein Thema. Manche Gemeinde ist sogar mit dem Grünen Gockel zertifiziert.
Es lohnt sich, darauf aufzubauen und sich zu vernetzen, um die gesammelten Informationen zu teilen, weiter zu geben, und ein möglichst gutes Verhältnis
zwischen ökonomisch-ökologisch und sozialen Zielen einerseits und rechtlich-finanziellen Zielen andererseits zu finden.

Hier die Adresse der Kompetenzstelle:   www.nachhaltige-Beschaffung.info

Zum Schluß hat der Beschaffungsprofi noch einen Rat: Die nachhaltigste Beschaffung ist die Nicht-Beschaffung.
Darüber lohnt sich nachzudenken...

FL

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